abisz Modellbau-die Welt im Maßstab
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Panzer Nashorn SdKfz. 164 von Revell

Der erstmalig bei der Schlacht um Kursk im Sommer 1943 eingesetzte Jagdpanzer Nashorn, wurde im Jahr 1942 von der Fa. Alkett entwickelt. Es wurden Teile des Panzer III und IV bei der Konstruktion übernommen. Insgesamt bauten die Deutschen Eisenwerken zwischen Frühjahr 1943 und Kriegsende 494 Fahrzeuge. Die Bewaffnung des Sd.Kfz. 164 bestand aus der 8,8cm PAK 43 die eine sehr starke Feuerkraft hatte, und fast jeden alliierten Gegner zerstören konnte. Der Nachteil des Jagdpanzer Nashorn war seine Bauhöhe von 2,94m die ein unentdeckt bleiben sehr erschwerte, und seine geringe Panzerung von nur 30mm an der Front und den Seiten. Das Sd.Kfz. 164 kam am Anfang unter dem Namen "Hornisse" auf die Schlachtfelder, und wurde erst im Februar 1944 auf "Nashorn" umbenannt. (Quelle Wikipedia)

Der Bausatz 

Die Fa. Revell brachte diesen Bausatz als komplette Neukonstruktion 2005 auf den Markt und ergänzte in 2014 um neue Decals und eine neue Verpackung. Der Bausatz Nr. 03148 besteht aus 3 Spritzgussrahmen und einem Bogen Nassschiebebilder. Die Qualität des Spritzguss ist auf der Höhe der Zeit, und ausreichend detailliert. Der Kampfraum ist bis auf die 8,8cm PAK 43 eher spartanisch wiedergegeben, aber gerade hier liegt ja der Reiz für den Modellbauer. Der Zubehörmarkt bietet eine reiche Auswahl an Teilen, von denen ich einige verbauen werde.

Angefangen habe ich Ende August mit dem Zusammenbau der Ätzteile für die Schutzbleche. Die habe ich mir zweimal besorgt, da ich zu diesem Zeitpunkt noch beide Bausätze bauen wollte. Gekauft habe ich den Bausatz des Nashorn von Dragon Nr. 7292 und von Revell Nr. 03148. Als ich die Schutzbleche dann fertig hatte, begann ich mit dem Bau des SdKfz. 164 von Dragon. Die Machart des Bausatzes war mir von Anfang an suspekt, die Schrauben und Nieten zu groß, die Bleche zu dick, alles wirkte karikiert. Das aus für dieses Modell, kam mit dem Anpassen der Schutzbleche, alles unstimmig, zu kurz und unpassend. Also Ende, nur noch Teilespender für Revell.

Die Unterwanne aus 4 Teilen ist schnell veklebt, das Ende der Auspuffrohre (Teile Nr. 5+6) habe ich eingekürzt, und mit 2mm Rohren von Albion-Alloys wieder verlängert. Die Räder habe ich etwas mit einer Drahtbürste behandelt um es gebraucht aussehen zu lassen. Das Laufwerk passt sehr gut, nur sollte man es ausrichten, um Probleme bei der Kettenmontage zu vermeiden. Achtung die in Schritt Nr. 3 der Bauanleitung angegebenen Abschlepphaken (Nr.7+8) müssen nach oben offen sein, und nicht nach unten wie in der Anleitung gezeichnet.  Am Heck des Nashorn baute ich die feineren Ätzteile von PART an.

Entgegen der Bauanleitung habe ich die Ketten jetzt noch nicht montiert, sondern kümmerte mich zu erst um den Aufbau, des "Nashorn". Die Fahrer- und Funkerluke habe ich aufgebohrt und mit 0,5mm Plastiksheet den Auflagerand des Deckels dargestellt. Die Blechabdeckung des Kampfraum stammt aus dem Detailset von PART. 

Weil die Seitenwände und das Heck, später von innen nur schwer zugänglich sind habe ich sie soweit möglich vordetailiert, Die Munitionsboxen und MG-Stützen werde ich erst später einbauen.

Der Fa. Revell, ist das 8,8cm PAK 43/1 Geschütz des SdKfz. 164 immerhin 48 Bauteile und -teilchen wert. Deshalb widmete ich mich fast einen ganzen Tag dem Geschütz, um die insgesamt 14 Bauschritte der Anleitung abzuarbeiten. Diverse Verfeinerungen enstanden scratch oder mit Hilfe der Ätzteile von PARTund RB.

Der Zeitpunkt ist jetzt gekommen um den Panzer auf seine eigenen Füße, sprich Ketten zu stellen. Die Resinketten der Fa. OKB Grigorov sind sehr gut detailiert, und besser zu verbauen als die Segmentketten von Revell. Der erste Farbauftrag erfolgt mit Agama Farbe Me46 danach Rust Streaks von AK und Dark Tracks ebenfalls von AK, alles wieder abwischen und fertig. Die Gummibandagen des Laufwerks habe ich mit Rubber Tire und Schwarz von AK 2:1 gemischt bemalt, jetzt geht es an die Bodenwanne. Mit einer Mischung aus White Spirit und European Earth Pigmenten habe ich die Wanne dezent verschmutzt, anschließend mit diversen Washes nachgearbeitet.

Die Endmontage steht jetzt auf der Agenda, die mit Tamiya TS 03 vorlackierten Seitenwände und das Heck werden ausgerichtet und verklebt, zuletzt kommt das Geschütz an den vorgesehenen Platz. Die beiden Munitionskästen habe ich schon vormontiert und mit den Granaten von RB bestückt, dann im Heck des SdKfz. 164 eingebaut. Die Lüftungsgitter für den Motor stammen von dem Dragon-Bausatz, das tolle Aussehen entschädigt für die fummelige Arbeit. Noch ein paar Kleinteile angebracht, und schon kann der Panzerjäger Nashorn lackiert werden.

Das lackierte SdKfz. 164 "Nashorn" soll jetzt gealtert werden, zuerst die Decals an-bringen und anschließend mit mattem Klarlack Mr. Colorspray 30 versiegeln. Das Washing erfolgte mit Dark Yellow wash von Ammo MIG, die Highlights setzte ich mit stark verdünnter Vallejo 075. Mit verblendetem Streaking Grime und Rost Streaks von Ammo Mig setzte ich die Alterung fort. Die Gebrauchsspuren und Kratzer (Chipping) entstand unter Verwendung von Weiß und Model Aie 027 von Vallejo, ausgefüllt mit Me 47 von Agama. Zu guter letzt mit Pigmenten, noch etwas Rauch an die Rohre (Auspuff und Geschütz) und ein wenig Rost übers gesamte Fahrzeug, und schon ist es schön gebraucht das SdKfz. 164 Nashorn.  

Gefechtspause am Monte Casino

Aufgebaut habe ich das Diorama auf 15x20cm Casani von Boesner. Der Buchenholz-Rohling wurde mit Acrylfarben Sienna, Burnt Sienna und Indigo von Schmincke auf "alt" getrimmt, und mit glänzendem Klarlack versiegelt.

Stellprobe zum Diorama "Gefechtspause am Monte Casino", die Mauer kommt von Norsemen und die Figuren von Orion und CMK.

Mit Acrylpaste habe ich das Gelände modeliert, eingefärbt wurde mit Burnt Sienna, die Resin-Mauer grundierte ich mit Acryl Schwarz von Schmincke.

Fazit

Der Bausatz von Revell ist gut gemacht, und sauber ausgeführt, dem ambitionierten Modellbauer bietet er viele Möglichkeiten sich auszutoben, aber auch Out of Box ist es ein ansprechendes Modell. Das Nashorn von Revell bot mir ca. 100 Stunden kurzweilige  Unterhaltung, und das ist es ja was man/Mann will.

 

Kosten ca. 45,00€

Bauzeit ca. 100 Stunden

Vergnügungskosten 0,45ct/h

 

Bausatz Revell Nr. 03148 Panzerjäger "Nashorn"

8,8cm Rohr RB-Model 72B22

Detailset Part P72-147

Munitionsboxen Part P72-148

Schutzbleche Part P72-149

Ketten OKB Grigorov S7204

Figuren CMK und Orion

Farben Agama, AK, Ammo of MIG, Vallejo

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