abisz Modellbau-die Welt im Maßstab
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Russischer T 34/85 von Zvezda in 1/72

Der russische T34/85 wurde auf Basis des T34/76 entwickelt, und kam Anfang 1944 auf die Schlachtfelder. Als Verbesserung zu seinem Vorgänger hatte er eine Kanone mit einem Kaliber von 85mm, und 1 Richtschützen, so daß der Kommandant von dieser Aufgabe befreit war. Der so verbesserte Panzer wurde für die Gegner zum Schreckgespenst, zumal er auch noch in riesiger Menge von ca. 19.430 Stück bis Kriegsende produziert wurde. Dem stehen   ca. 6000 produzierte Panther gegenüber. Der T 34/85 war mit einem 500PS starken 12 Zylinder Dieselmotor ausgerüstet, der den 32 Tonnen schweren Panzer auf bis zu 55 Km/h beschleunigte. (Quelle Wikipedia)

Das Original, der T 34/85 im Technikmuseum Sinsheim

Der Bausatz

Der russische Hersteller Zvezda brachte im Jahr 2011 den Bausatz des T 34/76 als Steckbausatz (Snap-Fit) heraus. Wie auch im Original wurde dieser Bausatz weiter entwickelt, und kam als T 34/85 im Jahr 2015 unter der Nr. 5039 in die Läden. Der Bausatz besteht aus einem Spritzling , Decals und Ketten. Die Detailierung ist für einen Steckbausatz sehr ordentlich, und für mich als Basis sehr gut geeignet. Die Zubehörindustrie bietet natürlich für einen so bekannten Panzer, zahlreiche Produkte an, die ich auch verbaute.

Begonnen habe ich den Bau des T34/85 mit der Oberwanne, eigentlich habe nicht aufgebaut, sondern abgebaut. Zuerst die Schutzbleche und die Motorabdeckung entfernt, und die Löcher für den Snap-Fit Auspuff verspachtelt. Aus den Ätzteilen von Armory Nr. 7223 habe ich die neue Motorabdeckung geformt und angebaut. Auch die Gitter für die Lüftung waren, dank der guten Paßgenauigkeit, schnell angebracht.

Die Schutzbleche entstammen dem Ätzteilesatz von Armoy, und passen hervorragend. Die markanten Haltegriffe des T34/85 stellte ich mit 0,4mm Kupferdraht dar. Zum Markieren der Bohrung verwendete ich Tamiya Tape, und zeichnete mir darauf die Bohrlöcher an, so bleiben die Bohrung in einer Linie. Die Zusatztanks aus dem Zvezda-Bausatz Nr. 5039 sind nicht gut ausge-führt, deshalb entschied ich mich diese, aus 80gr/m² Papier neu aufzubauen. 

Das MG des Funkers, entstand aus einer Kanüle 0,6x30(Blau). Am Heck ersetzte ich die Leitungen mit 0,2mm Kupferdraht, und verklebte noch die Auspuffrohre aus dem Set von CMK.

Der Turm des T 34/85 stand als nächstes an, zuerst bohrte ich die Luken des Kommandanten und Richtschützen auf, und versäuberte sie. Anschließend verbesserte ich die Gussstruktur am Turm, mit aufgetupftem Flüssigkleber. Am Heck brachte ich Gussnummern von Archer an. Die Turmluke des Richt-schützen entnahm ich dem Ätzteilsatz von Armory, die Luke für den Kommandant erstellte ich aus 120gr/m² Karton, die ich mit Ätzteilen ergänzte. Die Periskope ersetzte ich durch die Teile von CMK, und die Haltegriffe sind aus 0,4mm Kupferdraht hergestellt. Der Abschluß der Arbeiten am Turm, ist der Einbau des 85mm ZIS-S-53 L 54,6 Rohr der Kanone. Es stammt von RB-Modell (Nr. 72B13) und passt sehr gut in die vorgesehene Öffnung. Damit ist der Turm fertig und es geht weiter mit dem Laufwerk.

Für das Lauwerk des T 34/85 habe ich mir Räder und Ketten von OKBGrigorov besorgt, diese sind viel feiner ausgeführt, als es in Spritzguss geht. Um die Räder zu montieren, muss man aber die an der Wanne angegossenen Radzapfen, um 1,9mm kürzen. Die erste Reihe der Räder richtete ich mit Hilfe einer Flex-o-file Feile aus. Die zweite Reihe der Reifen ist, dank Zapfen, leichter anzu-bringen. Es folgten noch das Antriebs- und das Leitrad und fertig ist das Laufwerk. Die Gleisketten kommem erst nach der Bemalung auf das Laufwerk.

Nach dem jetzt alle Arbeiten an meinem T 34/85 abgeschlossen waren, geht es weiter mit der Lackierung. Begonnen habe ich mit 1:1 verdünntem Mr. Surfacer 1200, den ich mit der Airbrush aufgetragen habe. Das Ergebnis ist viel feiner als direkt aus der Sprühdose. Für die weiteren 6 Schritte verwendete ich die ebenfalls 1:1 verdünnten Farben aus dem alten AK-Modulation Set Nr. 131.

Dieses Set, wurde wahlweise, als Modulation für US- oder Sowjetfahrzeuge angeboten. 

Bei dem Laufwerk beschritt ich diesmal einen neuen Weg. Die Gleisketten zu erst altern, und anschließend montieren. Das kam auch dem Laufwerk zu gute, so konnte ich es besser mit Schmutzspuren versehen, und die Details aus -arbeiten. Die vorgehensweise erklärt sich in den Bildern selbst. Die Montage der Gleisketten von OKB Grigorov war sehr einfach. Nur um die Räder herumbiegen und Stück für Stück mit Sekundenkleber befestigen. So etwas wünscht man sich in Großserie, und nicht die Fummelei der Spritzgieser aus Bünde.

Die Alterung des Panzer T 34/85 folgt Schema der anderen von mir gebauten Panzer. So das ich mir hier die Beschreibung der einzelnen Schritte spare, und die Bilder für sich sprechen lasse.

Vignette "Wo ist Berlin???"

Die Vignette "Wo ist Berlin?" entstand aus Keramiplast von Boesner, das ich mit Hilfe der Modellierrollen von Greenstuffworld prägte. Auch die Mauer modellierte ich mit Keramiplast. Das Tor stammt von Gerard Wiener Miniaturen, die Figuren sind von CMK. Die Vignette war eine schöne Fingerübung, um den T 34/85 ordentlich zu präsentieren, und die Modellierrollen von Greenstuffworld auszuprobieren.

Fazit

Der Bausatz Nr. 5039 von Zvezda, bietet einen sehr guten T 34/85 zu einem ansprechenden Preis. Er ist ohne grosse Umbauarbeiten jedem Anfänger zu empfehlen. Dem fortgeschrittenen Modellbauer bietet er eine stimmige Basis für Umbauten und Verbesserungen. Für mich war es das erste mal, das ich einen Bausatz so zerlegt habe. Aber es hat Spaß gemacht ein "von der Stange Modell", so zu verbessern. Begeistert haben mich die Gleisketten von OKB Grigorov, sehr Vorbildtreu und leicht zu verbauen.

 

Kosten ca. 60,00€

Bauzeit ca. 70 Stunden

Vergnügunskosten 0,85€/h

 

Bausatz Zvezda Nr. 5039

Rohr RB-Models Nr. 72B13

Auspuff+Periskope CMK B72086

Ätzteile Armory PE 7223

Räder OKB Grigorov S72014

Idler Räder OKB Grigorov S72029

Gleisketten OKB Grigorov S72095

 

Farben Agama, AK-Interactive, Ammo MIG,Kooh-i-Noor, Vallejo 

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