abisz Modellbau-die Welt im Maßstab
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Siemens-Schuckertwerke D.III

Das Vorbild die Siemens-Schuckert D.III im MHM in Berlin Gathow

Das Jagdflugzeug D.III der Siemens-Schuckert-Werke, wurde von Dipl. Ingenieur Harald Wolff entwickelt, es kam ab dem Januar 1918 zur Fliegertruppe an die Front. Der neu entwickelte Siemens-Halske-Umlaufmotor SHIII neigte zur Überhitzung und seine Standfestigkeit betrug bei normalem Schmieröl nur etwa 10 Stunden. 

Die ersten gelieferten 20 Maschinen, wurden zur Überarbeitung wieder ins Werk zurück geschickt. Nach dem man die Motorabdeckung im unteren Bereich aufgeschnitten hatte, und noch andere Veränderungen vornahm, wurde das Flugzeug ab Juli 1918 wieder an die Jagdstaffeln übergeben.

Aufgrund seiner guten Steigleistung wurde es dann als Abfangjäger im Heimatschutz eingesetzt.

Geflogen wurde sie u.a. von Ltn. Udet, Ltn. Dembowsky und anderen sehr erfolgreichen Piloten.

 

Nach drei Flugzeugen mit Reihenmotoren von Mercedes, sollte es jetzt eines mit Sternmotor sein. Im Dezember 2014  brachte die Fa. Eduard die Wiederauflage ihrer SSW D.III in 1/48 heraus. Der Profibausatz wurde in einem neu konstruierten Werkzeug gespritzt, zusätzlich enthält er 5 Markierungsvarianten.

Der Bausatz enthält alles was das Herz begehrt, Spritzguß vom Feinsten, Ätzteile und von Cartograf gedruckte Decals. Dennoch habe ich mir von Eduard noch zusätzlich den Resinguß-Sternmotor und die "Fabric"-Sitzgurte besorgt, um auch die Verarbeitung dieser Materialien einmal kennen zu lernen.

 

Der Bau des Modells beginnt mit dem Cockpit, nach dem die Seitenwände wie Sperrholz aussehen (1.Vallejo Sand/2. Vallejo Middlestone/3.Ölfarbe Burnt Sienna) werden die zuvor bemalten Kleinteile und Amaturen eingebaut. Der Fa. Eduard muss man für die Neukonstruktion des Werkzeug ein grosses Lob aussprechen. Die Teile sind zu meist so konstruiert, das man sie am Spritzling versäubern, und bemalen kann. Nach dem Einbau sieht man die nicht bemalte Trennstelle nicht, da sie dank der überlegten Konstruktion den Blicken entzogen ist. Die beiden Seitenwände sind recht schnell gebaut, jetzt wagte ich mich an die "Fabric"-Sitzgurte.

Der Bausatz, welch grosses Wort für diese Minifummelei auf Microchirurgen-Niveau, enthält eine Ätzplatine mit den Gurtschlössern und Schlaufen, und die aus Folie gelaserten Gurte. Der erste Gurt den ich zusammenbaute war der Oberkörpergurt. Die Folie ist etwas störrig, und lässt sich nur schwer durch die Schlösser ziehen, fixiert habe ich mit Sekundenkleber. Das Ergebniss sieht gut aus, ist aber nur mit extremer Vergrößerung (10fach) zu machen, und bleibt grenzwertig, für mich wenigstens.

Das Extra das ich mir noch zusätzlich gegönnt habe, der Motor SH III von Eduard, steht jetzt an zur Montage. Die Teile sind gut modelliert und sehr fein mit Resin gegossen.Der Motorbausatz ist schnell von seinen Angüssen getrennt, und versäubert. Die drei Hauptbauteile habe ich einzeln lackiert, mit Vallejo Steel das Gehäuse, die Zylinder und Ansaugrohre abgesetzt mit Vallejo Black, das ganze mit AK-Washing Air-Engine gealtert, 

Das Ätzteil für die Zündkabel, wird in die Passung gesteckt, und dann jede Zündkerze einzeln "angeschlossen". Die Ventilstößelstangen liegen einzeln geätzt vor, insgesamt müssen 22 Ätzteilchen verbaut werden. Mit etwas Pause dazwischen, habe ich die Ventilsteuerung und den Motor fertig gebaut. 

Der fertige Sternmotor, kommt jetzt an den Motorträger der schnell gebaut ist. Der Rumpf besteht aus 4 Teilen rechte und linke Rumpfhälfte, Bodengruppe mit Unterflügel und der Abdeckung für die Maschinengewehre und Tank oben. Die Polystyrolteile sind sauber gespritzt und passen ziemlich gut. Ein wenig Spachtel ist aber doch von Nöten. 

Für die Verspannung der Flügel, gibt Eduard erst relativ spät auf Seite 10 den Hinweis, das die Löcher für die Verspannung mit 0,3mm Bohrer vorgebohrt werden soll. Dafür sind die Positionen der Bohrungen gut erkennbar. 

Das habe ich jetzt schon erledigt, weil es später schier nicht mehr möglich ist, die Stellen zu erreichen.

Ein Fehler hat sich auch bei mir eingeschlichen, die übergroßen Steuerhörner am Höhenruder (Bauteil Nr. B13) hätte ich entfernen sollen. Diese werden durch die  Ätzteile PE 10/11 ersetzt. Ebenfalls in der Bauanleitung erst auf der Seite 10. 

Das Modell ist jetzt soweit zusammengebaut, das ich mit der Lackierung beginnen kann. Nach langem überlegen und abwägen welche Maschine ich darstellen will, habe ich mich für die Version der Jasta 15 im Juli 1918 aufgenommen in Chery-les-Pouily entschieden. Schade nur das ich nicht herausfinden konnte welcher Pilot das Flugzeug flog. Begonnen habe ich die Lackierung mit der Grundierung von Alclad in Schwarz, eine sehr feine Grundierung aber leider kein Füller. Der erste Schritt war das Rot des Flugzeugnase, anschließend das Blau des Rumpfes, welches ich im zweiten Schritt mit etwas Hellblau wolkig aufhellte. Die Bleche des Motors und das Fahrgestell sowie die MG-Zuführungen bemalte ich mit dem Pinsel in Aluminium. Nach dem alles durchgetrocknet war habe ich mit Dupli-Color Klarlack versiegelt. Die Lozenge-Decals standen als nächstes auf dem Plan, eine sehr anspruchsvolle Arbeit, die mir auch nur leidlich gelang. 

 

Nach dem jetzt soweit alles fertig war habe ich den Jäger fertig montiert, die geätzten Spannschlösser und Ösen von Eduard, habe ich vor der Montage des Oberflügels, mit Sekundenkleber fixiert. Der Oberflügel und die Streben passen sehr gut und es lief sehr zügig, so machte ich mich an ein dezentes herausarbeiten von Schattenwürfen. Mit stark verdünntem Schwarz von Vallejo, und und Deep Shadow Wash von Wilder brachte ich die Schattierungen auf. Das ganze Modell versiegelte ich mit Marabu Mattlack, ja das ganze Modell inklusive der 0,3mm Ösen der geätzten Spannschlösser. Als ich den Fehler bemerkte war es schon zu spät, also Spannschlösser entfernt, Löcher durchgebohrt und die Spannschlösser mit 0,3mm Röhrchen immitiert. Das ganze Procedere nahm einige Zeit in Anspruch, aber so war der Abfangjäger halbwegs gerettet.

Den Sockel für die SSW D.III, habe ich aus Fichtenholz selbst gederechselt, die Begrünung wurde mit Flocken von Woodland, Faller realisiert. Die Holzkamera enstand scratch, nach Vorbildfotos aus dem Internet.

Bausatz von Eduard

Motor und Sitzgurte von Eduard

0,3mm Röhrchen Albion-Alloys

Angelschnur 0,15mm

Farben von Vallejo,Alclad, Wilder

Begrünung von Woodland,Noch und Polak

Kamera Evergreen, Lindenholzleiste 1x1mm, Messingrohr 1,0mm

 

Bastespaß ca. 50 Std.

Kosten ca. 45,00€

Vergnügunskosten 0,90€/h

 

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