abisz Modellbau-die Welt im Maßstab
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Renault FT 17 mit genietetem Turm in 1/72

Der erste Bausatz den die chinesische Firma Flyhawk herausbrachte, war der Renault FT 17 mit genietetem Turm. Es war der erste Panzer, dessen technischen Grundsätze auch heute noch Gültigkeit haben. Entwickelt wurde der Panzer 1916 vom Konstrukteur Rodolphe Ernst-Metmaier, bei der Firma Renault. Dieser Panzer wurde von verschiedenen Firmen in Lizenz gebaut, insgesamt wurden über 4000 Stück hergestellt. Der Panzer hatte eine Besatzung von 2 Mann und ein Gesamtgewicht je nach Bewaffnung zwischen 6,5 und 7,0 Tonnen. Angetrieben wurde er von einem 39PS starken 4 Zylinder Benzinmotor, der in auf immerhin 20Km/h auf der Straße und 8Km/h im Gelände beschleunigte. Als Bewaffnung war entweder ein MG oder eine 37mm Kanone eingebaut, die Panzerung betrug zwischen 10 und 16mm. Weltweit sind noch etwa 40 FT-17 erhalten, und in Museen zu besichtigen.

Der Bausatz

Mit dem Debüt eines kompletten Bausatzes, hat der chinesische Modellbauzubehör-Hersteller für einigen Wirbel gesorgt. Die Ausführung und die Qualität des Spritzgusses, war im Maßstab 1/72 bisher noch nicht da gewesen, und durch die beigegebenen Ätzteile ist es möglich komplett Out-of-Box ein sehr schönes, in den Proportionen stimmiges Modell zu bauen. Richtiger Weise muß es eigentlich heißen, 2 Modelle zu bauen, den als Novum gab es gleich zwei Bausätze in einer Packung.

Wie nicht anders zu erwarten, die Spritzlinge sind sauber ausgeführt, keine Auswerfermarken an sichtbaren Teilen, die Ätzteile gut ausgeführt mit sehr kleinen Stegen, nur die Decal`s sind etwas dick gedruckt, und haben etwas Passer-Probleme.

Die gut gegliederte Bauanleitung beginnt, mit dem Zusammenbau der Wanne, die besteht aus dem Boden und der Oberwanne, sowie den Klappen für den Fahrereinstieg. Die geätzten Handgriffe (P7)an den Fahrerluken verwendete ich nicht, da sie mir zu eindimensional waren, stattdessen setzte ich 0,2mm Kupferdraht ein. Desweiteren verbaute ich die Ätzteile am Bug und am Motorraum.

Der 2. Punkt der Bauanleitung umfasst den Aufbau des Kettenlaufwerks, gespritzt aus zwei Teilen die komplette Kette und das Laufwerk, dazu kommen noch die Leiträder und ein Ätzteil für das Antriebsgetriebe. So einfach wie das Laufwerk gestaltet ist, so genau muss man beim Aufbauen aufpassen. Denn schnell sind Teile vedreht, oder verrutscht, aber bei sorgfältigen Zusammenbau genau nach Anleitung, gelingt es. 

Jetzt geht es schon in die Endphase an der Wanne, das Heckteil und die Motorabdeckung sind ruckzuck angebracht, und auch der Sporn bestehend aus nur zwei Teilen ist schnell verklebt. Auf der linken Fahrzeugseit ist noch eine Werkzeugkiste und die die Halterung für ein Seil anzubringen. Den Abschluß bilden noch die                4 geätzten Abschleppösen. Die beiden Kettenlaufwerke habe ich nur lose aufgesteckt, und zum lackieren wieder abgenommen. 

Der Turm war so schnell gebaut, das ich davon keine Bilder machte, verbaut habe im Turm das MG. Den fertigen Panzer reinigte ich mit Seifenlauge und ließ in eine Nacht trocknen.

Als Grundierung verwendete ich Tamiya Spray TS3 beige. Für die Tarnung, welche ich mit dem Pinsel frei aufmalte, verwendete ich Mr. Hobby H302 Dark Green und Vallejo 71.039 Hull Red.   

Das Laufwerk bemalte ich mit Mr. Hobby Metal Color MC 212 Iron, eine faszinierende Polierfarbe auf Enamel-Basis, welche ich mit Wattestäbchen polierte. Die wenigen Naßschiebebilder brachte ich mithilfe von Mr. Marks Setter + Softer an. Mit Marabu-Mattlack versiegelte ich das Modell, vor den weiteren Schritten. 

Die Basis für die Alterung war jetzt geschaffen, mit diversen Produkten von AK-Interactive (Rust-Strikes, Rainmarks) und Ammo of MIG (Brown Wash, European Earth) versah ich das Fahrzeug mit Gebrauchsspuren. Die metallischen Abreibestellen betonte ich mit Graphitstift von Kooh-i-Noor, eine leichte Verschmutzung deutete ich mit diversen Pigmenten an. 

Das Diorama "Vorher-Nachher"

Eine Zeitlang standen jetzt beide Renault FT-17,  gealtert und fabrikneu, bei mir im Bastelzimmer. Es viel mir keine brauchbare Idee für eine Präsentation der Winzlinge ein, denn ohne Diorama verschwinden sie fast.

So machte ich aus der Not eine Tugend, und stelle sie einfach nebeneinander, mit ein bisschen Untergrund.

Der fabrikneue steht zur Abnahme auf einem gepflasterten Platz, und der gebrauchte beim erstürmen einer Grabenanlage.

Das ganze ist auf einem Bilderrahmen 14x9cm mit Hartschaum von Boesner aufgebaut. Die Sandsackstellung kommt von Norsemen Miniatures, sie wurde eingepasst und verspachtelt. Zur Bemalung verwendete ich Künstler-Acrylfarbe gebranntes Siena von Schmincke, Akzente setzte ich mit diversen abgeschabten Pastellkreiden. Die gepflasterte Fläche prägte ich mit einem Stempel 3x3mm in das Material, die Einfärbung erfolgte mit Künstler-Acrylfarbe lichtgrau und feinstem Kiesstaub.  

Fazit

Der Bausatz des Renault FT17 von Flyhawk flutscht so über den Basteltisch, erst gerade ausgepackt und schon stehen zwei Panzer(le) vor einem. Das geht aber nicht zu Lasten der Details, nein genau das Gegenteil bietet dieser Bausatz. Es war eine sehr kurzweilige Angelegenheit, so für zwischendurch. Das Diorama war keine grosse Sache, eher zum kennenlernen des neuen Materials, und besseren Präsentation des Flyhawk Bausatzes FH 3001

 

Kosten ca. 20,00 Euro

Bauzeit ca. 20 Stunden

Vergnügungskosten 1,00€/h

 

Bausatz Flyhawk FH3001

Farben AK-Interactive, Ammo MIG, Schmincke, Vallejo

Boesner Sculpture Block

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