abisz Modellbau-die Welt im Maßstab
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Sherman M4A1 in 1/72 von Revell

Der Sherman M4A1ist der weltweit meistgebaute Panzer, er wurde über 49 tausend mal gebaut. Die Produktionsstätten waren sehr zahlreich, und die Länder die in einsetzten ebenso. Von der Panzerung und der Kanone war er den deutschen Panzern unterlegen, aber die schier unendliche Zahl der Sherman`s war kriegsentscheidend.

Durch die vielen Produktionstätten, und die kriegsbedingte Weiterentwicklung, gibt es zahlreiche Varianten und Umbauten, so das es den "Sherman M4A1" gar nicht geben kann, einen guten Überblick bietet die Seite Sherman minutia.

Der Bausatz

Dies ist der zweite Bausatz den ich mir in Sinsheim mitgenommen habe, angetan von den Originalen im Technikmuseum, entschied ich mich für den Kauf.

Der Bausatz ist schon seit 1994 auf dem Markt, was man ihm auch anmerkt, es ist nicht mehr Stand der Technik. 

Der Bausatz wird in einer Schüttelschachtel geliefert, darin sind zwei leidlich sauber gespritzte Spritzlinge, eine Bauanleitung und Naßschiebebilder für zwei Varianten.

Der Bau beginnt wie üblich mit dem Fahrwerk, es handelt sich um das VVSS Fahrwerk, bestehend aus jeweils 3 Einzellaufwerken mit Vertikalkegelfederung, dem Antriebsrad und dem hinteren Führungsrad. 

An den Rädern habe ich die Gummibandagen, vorab mit der Airbrush lackiert, und erst dann in die Laufwerke montiert. Das ganze Räderwerk und die Wangen erhielten ihren Anstrich mittels Pinsel und dem Set 131 Olive Drab Modulation von AK Interactive.

Die "Ketten" sind als Einzelsegmente in Kunsstoff gespritzt, zum bemalen ist es sehr gut, die Montage auf den Rädern dafür um so fummeliger, wenn es halbwegs gut aussehen soll. Die Bemalung der Ketten erfolgte in mehrern Schritten zu erst Grundierung mit Mr. Surfacer 1200 anschließend Agama ME 47 Tracks, die Alterung erfolgte mit Rust Streaks von Ammo Mig und dann die Laufflächen mit Graphitstift betont.

Die Kompletten Wangen mit den Laufwerken habe ich jetzt noch nicht mit der Wanne verklebt, um es beim lackieren leichter zu haben. 

Die Oberwanne und der Turm sind von Revell sehr glatt ausgeführt, um die charakteristische Gussstruktur nachzuahmen, rückte ich dem Bausatz mit Flüssigkleber und Borstenpinsel zu Leibe. Und weil es das erste Mal war, habe ich auf der Wanneninneseite erst einmal geübt. Die Flächen die am Original aus Stahl-platten und -blechen sind, habe ich abgeklebt, damit sie glatt bleiben.

Nach dem Einpassen der Rückwand, mit ihren wenigen Anbauteilen, baute ich  Ober- und Unterwanne zusammen. Der Grad der Detaillierung ist eher mäßig, und so besorgte ich mir die Ätzteile von Extratech, mit denen der Panzer etwas aufgepeppt wird. Diverse Schutzbügel an Scheinwerfern und Periskopen, sowie die Haken am Turm und der Wanne wurden angebaut. Das Geschütz ist am vorderen Ende verdickt ausgeführt, was nicht korrekt ist. Aus diesem Grund habe ich es weggedrechselt ,verschliffen und aufgebohrt. Am Turm brachte ich noch die Gußmarken von Archer an, an der Getriebabdeckung konnte ich keine Gußmarken bei den Vorbildfotos erkennen so ließ ich sie weg.

Nun ist der Sherman M4A1 fertig zum lackieren und altern, nach der Entfettung mit Alkohol, folgte eine Schicht Mr. Surfacer 1200. Die in aller (Modellbau-) Munde gepriesene Farbmodulation an Modellen hat mich doch sehr interressiert, und so habe ich der Einfachheit halber, das Olive Drab Modulation-Set von AK interactive besorgt.

Die relativ aufwändige Lackierung mit insgesamt sechs Durchgängen lohnt sich, den das Ergebnis spricht für sich. Die Wirkung von Licht und Schatten am Modell ist verblüffend, somit muss ich den Modellbauern recht geben die die Farbmodulation propagieren.

Der Sherman M4A1 ist jetz fertig lackiert, vor dem Aufbringen der Naßschiebebilder, erfolgte noch ein Überzug mit Glanzlack, der eine Nacht lang durchtrocknete. Da ich militärhistorisch nicht bewandert bin, und nicht weiß welcher Panzer wo stand, habe ich die Decals von Revell genommen, sie sind gut zu verarbeiten und geben ein stimmiges Bild. Die geätzten Werkzeuge von Extratech, habe ich mit Bondic etwas aufgefüttert, und anschließend bemalt. Das Abschleppseil entstand aus Drahtlitzen, die Befestigungen der Werkzeuge und des Seil`s habe ich aus Papier geschnitten und mit Cyanacrylatkleber befestigt.  Die Alterung erfolgte mit Washings von MIG und AK interactive, zum Schluß verwendete ich noch Light Dust, um einen staubigen Panzer darzustellen. Denn das Diorama auf dem der Panzer ausgestellt wird, ist ein Strand, inspiriert von einem Bild bei Wikipedia. Den Abschluß machen noch kleine Akzente mit Pigmenten und zur Fixierung des ganzen, ein Überzug mit Mattlack.

Das Diorama

Wie schon oben erwähnt, wird der Sherman M4A1 an einem Strand stehen. Die Basis für das Diorama ist ein Holzmalgrund "Casana" von Bösner, der mit Autofüllgrundierung (nehme ich nie wieder, stinkt erbärmlich) vorbereitet wurde. Anschließend wurde der Holzkasten mit verschiedenen Acrylfarben veredelt. Den Abschluß bildet eine Schicht glänzender Klarlack, um alles abriebfest zu versiegeln.

Den Strandabschnitt habe ich aus 5mm Starken Depron-Platte ausgeschnitten, verklebt und anschließend geschliffen. Die Konturen habe ich mit Lasqaux Acrylspachtel herausgearbeitet, in den noch nassen Acrylspachtel habe ich die "Gräser" gesteckt. Als die Spachtemasse ausgehärtet war, wurde der Sand aufgestreut, und mit Schotterkleber (Modellbahnzubehör) fixiert.

Durch betonen mit Pigmenten, am durchgetrockneten Diorama, setzte ich noch ein paar Highligth´s, und wirkte der Eintönigkeit entgegen. 

Gimmick

Beim stöbern im Internet, bin ich über die Stopmotion-Filme von Tom Grigat gestolpert, der Modellbau in solchen Filmen präsentiert. Da ich die technischen Voraussetzungen (Kamera, PC, Fotostudio´le) dafür habe, dachte ich mir, das probierst du auch einmal aus. Nicht ahnend was es für ein Aufwand ist ca. 1000 Fotos Step by Step zu arrangieren, zu sortieren und zu einem Clip zusammen zu fügen. Aber einmal angefangen machte es sehr viel Spaß, wenn auch der Modellbau dabei arg ausgebremst wird. Das Ergebnis ist zwar weit weg von perfekt, aber durchaus anschaubar. 

 

Fazit

Der Revell-Bausatz bietet dem engagierten Modellbauer viele Optionen zum Nach-detailieren. Er ist bis auf die Ketten einfach zu bauen, und gibt die Proportionen schön wieder. Das ganze Sherman M4A1 Projekt mit Diorama und Stopmotion-Film dauerte aber länger als geplant.

 

Kosten ca. 20,00€

Bastelspaß ca. 20 Std.

Vergnügungskosten ca. 1,00€/h

Revell 03196 - Modellbausatz - M4A1 Sherman, Maßstab 1:72
AK Interactive - Olive Drab Color Modulation Set (AK00131)

weitere Farben Kooh-I-Noor, MIG, Vallejo, Schmincke Acrylfarben

Ätzteile Extratech 72003

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