abisz Modellbau-die Welt im Maßstab
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Panzer II Ausführung L "Luchs" von Flyhawk

Wegen der schlechten Geländebeschaffenheit besonders an der Ostfront, die den Einsatz von Rad-Spähpanzern erschwerte, besann man sich im September 1939, einen Aufklärungspanzer als Vollkettenfahrzeug zu schaffen. Auf Grund-lage der gewonnenen Erfahrungen entstand daraufhin der VK 13.01, von dem ein Prototyp hergestellt wurde. Nach geringen Änderungen ging das nun VK 13.03 genannte Fahrzeug im September 1942 in Serienproduktion. Die Frontpanzerung betrug 30 mm, während die Seitenpanzerung 20 mm stark war. Die Besatzung bestand aus vier Mann. Das zwölf Tonnen schwere Fahrzeug erreichte mit einem 180 PS starken Benzinmotor eine für einen Spähpanzer vorteilhafte Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Bis 1944 wurden 100 Fahrzeuge gefertigt und an die Aufklärungseinheiten der Panzerdivisionen übergeben. (Quelle Wikipedia)

Der Bausatz

Der Bausatz Nr 3002 von Flyhawk, ist die logische Weiterentwicklung der Bauserie, nach dem Panzer I Ausf. F und Panzer II Ausf. J, folgt jetzt die Ausführung L "Luchs", auch als VK 13.03 bezeichnet. Der Hersteller erspart sich so einen Teil der Formkosten, und muß nur einen geringen Teil neu entwickeln. 

Der schon 2015 auf der Spielwarenmesse in Nürnberg angekündigte Bausatz, ist von der gleichen Qualität und Detailierung wie seine Vorgänger. Er wird in einer Schüttelschachtel ausgeliefert, und jeder Spritzling ist einzeln eingeschweißt. Als besondere Zugabe gibt es noch eine Resinfigur von Rabbit-Club.

Vor dem Beginn des Zusammenbau, sollte man sich zuerst die Bauanleitung zu Gemüte führen, und am besten noch auf A3 Format hoch vergrößern. Den die Vielzahl der Details und Anbauteile, sind auf der etwas klein geratenen Anleitung leicht zu übersehen. Die Wanne des Pz.Kpfw. II ist am Stück gespritzt und eine Augenweide, an der Oberwanne ersetzte ich die Handgriffe der Luken durch 0,2mm Kupferdraht, und die Schmutzbleche habe ich dünner geschliffen. Das Heck und die vordere Wannenabdeckung passten "schmatzend" in die Unterwanne. Einzigst die Abdeckungen der Sichtschlitze für Fahrer und Funker, sind etwas fummelig. Das Fahrwerk ist sehr detailliert ausgeführt, lässt sich aber zügig montieren.  

 

An der Heckwand des Spähpanzer Luchs sind 3 kleine Stellen zu verspachteln, ebenso auf dem Turmdach die Markierung für die Orterkompasshalterung. 

Die feinen Ätzteile für die Lüfterabdeckung sind etwas heikel zu biegen, und es gelang mir auch nur leidlich, sie an den Radius anzupassen.

Das nächste was nun kam lag, mir etwas im Magen, wie schon im Heft                Nr. 8/Seiten 36-41 des Modell-Fan beschrieben, sind die Ketten das wirklich schlechteste Bauteil des Bausatzes. Das anbringen der Einzelglieder forderte schon sehr die Sehkraft und die feinmotorig, aber schlußendlich war auch das vollbracht.

Durch die Enzyklopädie von Mig Jimenez inspiriert, übte ich mich im ersten Scratchbau an den Schmutzfängern am Heck.

Aus einem Stück Senftubenblech formte ich die beiden Heckbleche, und befestigte sie mit Sekundenkleber. Und weil das so gut klappte brachte ich noch gleich eine Kiste am linken Heck an, sowie ein weiteres Blech an der Front des Fahrzeuges. Eine Abbildung auf der Seite 50 in dem hervorragenden Buch Panzer-Tracts 2-2  brachte mich auf diese Idee. Zu dem Zeitpunkt als ich meinen Panzer II Luchs gebaut habe, ahnte ich noch nicht, das die Fa. Flyhawk genau dieses Fahrzeug auch anbietet.

 

Das Fahrzeug war jetzt soweit fertig, nun folgte der Turm, wie oben schon geschrieben, verspachtelt ich die Markierung für die Orterkompass-Halterung.

Die beiden Winkelspiegel-Abdeckungen feilte ich etwas dünner, der ganze Turm ist schnell gebaut. Beim abtrennen des 2cm KwK-38 Rohres brach dieses auseinander, und so entschied ich mich das Rohr aus einer Kanüle anzufertigen. Die Rohrmündung dickte ich mit Bondic auf, und drehte sie mit dem Dremel auf die gewünschte Form. Das MG 34 kommt von Aber, und wurde nur leicht gekürzt, für die 1,4m Antenne an der linken Seite des Turms verwendete ich 0,2mm Nickelsilberdraht von Albion-Alloys. 

Der Panzerkampfwagen II Ausf. L Luchs war jetzt soweit fertig gebaut, das ich mit dem bemalen anfangen konnte. Nach der Reinigung mit Alkohol (das Modell, nicht was Ihr denkt) erfolgte die Grundierung mit Mr Surfacer 1200. Anschließend mit PITT Artist Pen das hervorheben der Kanten, und erster Farbauftrag mit stark verdünntem Gelbbraun AK702, anschließend schattiert mit Middlestone 71.031 von Vallejo, und nebelig aufgehellt mit MIG 011.

Nach einigem hin und her entschied ich mich die Tarnung von Hand mit dem Pinsel aufzutragen, entsprechend der Bauanleitung begann ich mit den grünen Tarnflecken, anschließend folgten die braunen. Die Farben wirkten noch ziemlich grell, aber durch die folgenden Schritte wurde es abgemildert.

Die Ketten des Pz. Kpfw. II bemalte ich mit AGAMA ME47, und die Radreifen mit Vallejo Wash Black.

Die Naßschiebebilder sind ziemlich dick, und tragen etwas auf, das wird auch durch den anschließenden Auftrag des versiegelnden Klarlacks nicht besser.

Die Werkzeuge, Munitionskisten, Ersatzkanister und das Gepäck habe ich direkt am Gußrahmen bemalt und dann verklebt, Den Auspuff am Heck des Panzers habe ich wie schön öfters beschrieben mit den Farben von Lifecolor bemalt und verklebt. Es folgte nun das altern des Panzer II Ausf. L Luchs, begonnen habe ich mit dem Wash von MIG, anschließend Rust Streaks, und zum Abschluß noch Streaking Grime. Das ganze mit White Spirit verblendet, und versäubert. Es folgten eine leichte Verschmutzung mit Dark Mud und Fresh Mud von AK Interactive, und zum Abschluß der Auftrag von Pigmenten Europ Earth von MIG. Die abgeschabten Metallteile betonte ich mit dem Graphitstift von KooH-i-Noor.

Das Diorama ".......gerade noch vorbeigekommen"

Zur Zeit ist es ja modern aus altem Gerümpel und Abfall, etwas neues entstehen zu lassen. Ein mit der Zeit gehender Mensch wie ich, will sich dem nicht verschließen, und so habe ich mich auch im "upcycling" probiert.

Vielleicht waren es aber auch nur die Ausdünstungen des Whiskys oder dieser selbst, die mich inspirierten. Auf jedenfall habe ich die Whisky-Tube in der passenden Form abgeschnitten, und mit Gips gefüllt. Nach drei Tagen Trocknung, verpasste ich dem Karton eine Holzoptik in 4 Schritten. Das ganze versiegelte ich abschließend mit Glanz-Klarlack.

Mit strukturierter Acrylspachtelmasse formte ich das Gelände, das ich nach dem aushärten, mit einer Mischung aus Ponal und Sienna bestrich. In die noch feuchte Masse streute ich die gemörserte Erde und das Gras (Woodland Turf).

Jetzt waren nur noch der Panzer II Ausf. l Luchs und die BMW R12 (Baubeschreibung) zu positionieren und an das Gelände anzupassen, fertig ist Diorama.

Fazit

Der Bausatz von Flyhawk ist wieder einmal eine kurzweilige Bastelei ohne große Hürden. Der Detailreichtum und die Paßgenauigkeit sucht ihresgleichen. Das einzige Manko sind die fizzeligen Ketten, aber vielleicht reagiert ja die Zubehörindustrie auf das Problem. Mit dem Bausatz Nr FH3002 hat es die chinesische Modellbaufirma geschafft, ein schönes Modell Out of Box zu präsentieren. Das Diorama ist nur eine Fingerübung gewesen, rundet das ganze aber ab.

 

Kosten ca. 20,00€

Bauzeit ca. 30 Stunden

Vergnügungskosten 0,66€/h

 

Bausatz Nr. FH3002S von Flyhawk

 

Farben Agama, AK-Interactive, Ammo of MIG, Kooh-i-Nor, Life Color, Vallejo

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